Die 3 besten Girokonten mit Prämie

Immer mehr Banken bieten zur Neukundengewinnung ein Girokonto mit Prämie an, z. B. in Form von Geld- oder Sachgeschenken. Wir stellen Ihnen die besten Konto vor, bei denen man eine Prämie erhalten kann und zeigen Ihnen, worauf Sie bei der Kontoauswahl achten müssen.

1. Welche Bedingungen muss man zum Erhalt der Prämie erfüllen?

Das kontoführende Kreditinstitut ist nicht an Kunden interessiert, die kein Geld auf ihrem Konto haben und nicht regelmäßig Zahlungseingänge zu verbuchen habe. Um für das angebotene Girokonto  die in Aussicht gestellte Prämie tatsächlich zu erhalten, müssen je nach Bank unterschiedliche Voraussetzungen erfüllt werden.

1.1 Nutzung als Erst- bzw. Gehaltskonto

Gängige Bedingung zur Prämienauszahlung ist die Nutzung als Erstkonto, also das Konto, auf welches das eigene Gehalt aus selbstständiger Tätigkeit oder als Arbeitnehmer, Rente, Arbeitslosengeld oder Kindergeld ausgezahlt wird.

1.2 Regelmäßiger Zahlungseingang

Zum Erhalt der Prämie muss bei manchen Girokonten monatlich eine Mindestzahl an Buchungsvorgängen stattfinden. Ein weiteres Kriterium ist der Mindestumsatz im drei- oder vierstelligen Eurobereich jeweils in Einnahme und Ausgabe. Oftmals wird beim Gehaltskonto ein Mindestgehaltseingang erwartet, beispielsweise ab 1.000 € aufwärts.

Daran wird dann deutlich, dass Minijobber oder Empfänger von ALG II eher nicht zu den gefragten Neukunden zählen. Ihr regelmäßiges Einkommen liegt selten oder kaum oberhalb der Pfändungsfreigrenze von rund 1.050 € für eine Person.

1.3 Einmalige Einzahlung

Manche Banken erwarten zur Auszahlung der Prämie eine einmalige Zahlung auf ein neu eröffnetes Girokonto. Für die Bank ergibt das Sinn, da dieser dann Kapital zur Verfügung steht, das sie z. B. in Form eines Kredites für andere Bankkunden, gewinnbringend anlegen kann.

2. Welche Prämien bekommt man bei Eröffnung eines Girokontos?

Üblich sind gestaffelte Geldprämien für einzelne Leistungen im jeweils zweistelligen oder dreistelligen Bereich (in der Regel zwischen 50 und 250 €). Die Prämien werden erst dann durch Gutschrift auf dem neueröffneten Girokonto ausgezahlt, wenn die zur jeweiligen Prämie gehörige Voraussetzung erfüllt worden ist.

Zu Sachprämien gehören beispielsweise das Zeitungsabo oder ein Präsent im Gegenwert im mittleren zweistelligen Bereich. Das kann ein Smartphone der letzten oder vorletzten Generation sein, ebenso wie Cash-Back-Punkte bei Unternehmen, mit denen das Kreditinstitut kooperiert. Und die Aktion „Kunden werben Kunden“ ist nicht nur bei Telefon- oder bei Stromanbietern beliebt, sondern auch bei Banken und Sparkassen.

Der Ideenreichtum aller Kreditinstitute zur Neukundengewinnung ist groß und vielseitig. Bei allen von ihnen steht im Vordergrund, die Zahl der Kontoinhaber zu steigern. Das ist vergleichbar mit der Erweiterung des Kundenstammes bei Versicherungen, bei Energieversorgern oder bei Telefonanbietern. Mehr Bankkunden verursachen nicht mehr Kosten, sondern bringen mehr Umsatz und Gewinn.

Bei einem Girokonto mit Prämie zahlt der Neukunde in vielen Fällen an irgendeiner Stelle die erhaltene Geld- oder Sachprämie mit. Denn das Kreditinstitut wird nicht am eigenen Gewinn sparen, um seinen Kunden eine Prämie zu bezahlen. Für den Kontoinhaber liegt das Geschick darin, durch einen detaillierten Girokonto-Vergleich oder Girokonto-Rechner das Kreditinstitut herauszufinden, das einerseits die für ihn beste Prämie zahlt, und bei dem andererseits die geringsten Kosten für die Kontonutzung fällig werden. Das herauszufinden ist nicht einfach, auf unserer Website geben wir Ihnen Hilfestellung dazu.

3. Girokonto mit Prämie als Neukundengewinnung

Bei Marketing und Werbung ist die Prämie eine kostenlose Zugabe im Rahmen der Verkaufsförderung. Eine andere, verständlichere Bezeichnung dafür ist Werbegeschenk. Der Empfänger empfindet die Prämie als eine Art Belohnung für das abgeschlossene Geschäft.

Aus Sicht der Banken und Sparkassen ist die Eröffnung von einem Girokonto mit Prämie ein solches Neugeschäft. Über das Girokonto, das frühere Kontokorrentkonto wickelt jeder den laufenden Giro- und Zahlungsverkehr mit seinen Einnahmen und Ausgaben ab. Ob Geschäftsmann, ob Firma, Gewerbetreibender oder Privatmann: Jeder braucht in der heutigen Zeit ein Girokonto.

Im Gegensatz zu den vergangenen Jahrzehnten werden fast alle Zahlungen bargeldlos abgewickelt. Arbeitgeber und Behörden überweisen ihre Zahlungen von Girokonto zu Girokonto. Umgekehrt werden Miete, Strom & Heizung, Telefongebühren, Zeitschriften und Tageszeitung, Autokredit sowie Käufe im Versandhandel allesamt bargeldlos bezahlt.

Bargeld wird heutzutage nur noch für die laufenden Lebenshaltungskosten beim Einzelhändler, beim Discounter oder im Supermarkt genutzt. In vielen Fällen wird mit der Girokarte, mit der EC-Karte oder mit der Kreditkarte bezahlt.

Jedes Kreditinstitut bietet als Universalbank ihr eigenes Girokonto an, und jedes von ihnen wirbt mit seinem Alleinstellungsmerkmal sowie mit vielerlei Vorteilen. Die gesamte Abwicklung ist automatisiert und erfolgt elektronisch. Dem Kreditinstitut entstehen unabhängig von der Zahl an Girokonten weder Mehrkosten noch Mehraufwand. Vor diesem Hintergrund ist jede Bank und Sparkasse um Neukunden bemüht, weshalb diese neben anderen Lockangeboten oft ein Girokonto mit Prämie anbieten.

4. Kein Bank vergibt Prämien für Girokonten selbstlos

Mit einer Prämie wird der Kontoinhaber scheinbar dafür belohnt, dass er sein bisheriges Konto kündigt und ein neues Girokonto eröffnet.

Das Kreditinstitut verschenkt jedoch weder Geld noch Sachwerte, und von seinem Selbstverständnis her hat es auch nichts zu verschenken. Die Prämie als Gegenleistung für das neue Girokonto ist eine Werbeausgabe, die sich in den nächsten Monaten und Jahren rechnen muss.

Der Verdienst des Kreditinstitutes an einem Girokonto mit Prämie liegt in den offenen oder auch versteckten Kontokosten, die der Kontoinhaber Monat für Monat oder Jahr für Jahr bezahlt. Auch für ein kostenloses Girokonto werden an irgendeiner Stelle Ausgaben fällig. Insofern kann man Prämien als Faktor beim Girokonto-Vergleich mit einbeziehen, allerdings sollte die weiteren Konditionen des Girokontos, wie z. B. Kosten für EC- oder Kreditkarte oder Dispozinsen, ebenfalls genauer unter die Lupe nehmen.