5 Girokonten mit Startguthaben im Vergleich

Ein Girokonto mit Startguthaben bezeichnet ein Girokonto, für dass man bei einer Neueröffnung einen bestimmten Betrag von der Bank erhält. Es handelt sich somit um ein Girokonto mit Prämie. Das Startguthaben variiert von Bank zu Bank und kann bei besonderen Aktionen bis zu 150 € betragen.

Beachten sollte man vor Abschluss jedoch, dass die Bank oftmals besondere Bedienungen stellt, damit das Geld ausgezahlt wird. Zudem werden Personen ausgeschlossen, die das Konto nur eröffnen um die Prämie zu erhalten. Somit kann es sein, dass man dieses Geld zurück zahlen muss, wenn man ein Konto mit Startguthaben eröffnet, das Geld abhebt und das Konto später wieder kündigt.

Lohnt sich das für die Bank überhaupt?

Der gesamte Girokontoverkehr ist bei jedem Kreditinstitut weitgehend automatisiert. Mit dem Online-Banking übernehmen die IT-Systeme diejenige Arbeit, die noch vor wenigen Jahrzehnten von unzähligen Bankangestellten manuell erledigt wurde. Ein Girokonto mehr bedeutet für das Kreditinstitut somit nicht viel mehr Aufwand, da alle Prozesse standardisiert sind und automatisch ablaufen.

Vor diesem Hintergrund sind alle Banken und Sparkassen an einer möglichst hohen Zahl von Girokonto-Kunden interessiert. Denn durch ein Konto kann eine Bank nicht nur Geld durch Dispozinsen und Kontogebühren einnehmen, sondern kann auch mit dem verwalteten Geld arbeiten, z. B. anderen Kunden Kredite geben oder anderweitig anlegen. Dabei steigert das kontoführende Kreditinstitut seinen Umsatz und den Gewinn, ohne dass sich der Aufwand mit Personal und Verwaltung ändert oder gar erhöht.

Bei ihrer Werbung um Neukunden sind die Sparkassen und Banken so innovativ wie ideenreich. Das Girokonto mit Startguthaben ist ein ebenso beliebtes wie bewährtes Lockmittel, damit der Girokunde sein Kreditinstitut wechselt. Doch was bedeutet „Girokonto mit Startguthaben“, und wie läuft das im Einzelnen ab?

Das Startguthaben ist in der Regel an Bedingungen geknüpft

Der Bankkunde muss sich vor Augen führen, dass ihm von keiner Bank oder Sparkasse etwas geschenkt wird. Das angebotene Startguthaben ist für jedes Kreditinstitut eine Investition in die Zukunft. Die Erfahrung zeigt, dass der Kontoinhaber das einmal eingerichtete Girokonto nur ungern und selten wechselt. Das macht es den Banken und Sparkassen umso schwerer, Neukunden zu gewinnen und bestehende Bankkunden zum Wechsel ihres Kreditinstitutes zu animieren. Ein probates Mittel dazu ist Geld, beispielsweise ein zwei- oder dreistelliger Betrag als sogenanntes Startguthaben. Der potentielle Neukunde weiß, dass ihm mit Eröffnung des Girokontos ein Betrag von beispielsweise 100 oder 150 € „zusteht“.

Doch die Auszahlung durch Gutschrift auf dem neuen Girokonto ist oftmals mit Hürden verbunden und lässt einige Monate auf sich warten. Die Kreditinstitute sind an möglichst vielen Einnahme- und Ausgabebuchungen auf dem einzelnen Girokonto interessiert. Das ist dann der Fall, wenn es sich um ein „Gehaltskonto“ handelt. So wird ein Girokonto bezeichnet, auf dem die monatlichen Einnahmen für den Lebensunterhalt gutgeschrieben werden. Das sind Arbeitslohn, Angestelltengehalt, Beamtenbesoldung, Kindergeld, Unterhaltszahlungen sowie sämtliche Transferleistungen vom Jobcenter. Diese Einnahmen werden für die Monatsausgaben ausgegeben. Das sorgt für „Traffic“ auf dem Girokonto, für ein dauerhaft hohes Daten- und Buchungsaufkommen.

So ist bei vielen dieser Angebote neben dem Gehaltskonto eine weitere Voraussetzung, dass in den ersten zwei, drei bis fünf Monaten eine bestimmte regelmäßige Buchungszahl erreicht wird. Auf einem Gehaltskonto ist das an sich kein Problem. Die Ausgaben für Unterkunft, für Energieversorger, Telekommunikation, Zeitungsabo sowie für den Tagesbedarf ergeben sehr schnell ein halbes Dutzend Buchungen.

Wenn jede einzelne dieser und – von Bank zu Bank unterschiedlich – noch anderer Voraussetzungen über mehrere Monate hinweg erfüllt ist, dann wird das Startguthaben ausgezahlt. Das geschieht durch eine Habenbuchung auf dem Girokonto. Der ausgewiesene Kontostand erhöht sich dadurch um das vertragliche Startguthaben von 100 oder 150 €.

Girokonten mit Startguthaben vergleichen ist wichtig!

Der wechselwillige Kontobenutzer darf sich durch die Einmalzahlung des Startguthabens nicht blenden lassen. 100 oder 150 EUR sind eine schöne Summe, aber bei Weitem nicht alles. An irgendeiner Stelle hat das Kreditinstitut diese Werbeausgabe für Neukunden kurz-, mittel- oder langfristig eingerechnet mit dem Ziel, dass im Ergebnis aus der Ausgabe eine Mehreinnahme wird.

Der Bankkunde sollte sich vor dem Kontowechsel einen ausführlichen Girokonto-Vergleich zur Aufgabe machen. Selbst wenn mit einem kostenlosen Girokonto geworben wird, so werden an irgendeiner Stelle doch Kosten berechnet. Das kann, es muss aber nicht jeden Kontonutzer betreffen. Der sollte im Hinblick auf einen Girokontovergleich auflisten, was er von seinem Girokonto erwartet, welche Bankleistungen er unbedingt braucht, und welche weniger.

Auf der anderen Seite seiner Tabelle stehen diejenigen Kreditinstitute mit ihren Bankleistungen, die ein Girokonto mit Startguthaben anbieten. Jetzt ergibt sich sehr schnell eine Übersicht, welche Anbieter wegen ihrer Kostenstruktur direkt wegfallen, und welche von ihnen in die nähere Auswahl kommen.

Im zweiten Schritt wird dieser Vergleich verfeinert, indem auch das Kleingedruckte sowie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die AGB, einbezogen werden. Bei genauer Abwägung bleiben letztendlich zwei oder drei Kreditinstitute übrig. Unter denen wird jetzt das wirklich günstigste Angebot ausgewählt.

Der Kunde ist am längeren Hebel

Jeder Kontoinhaber nutzt das Bankkonto nach seinen Bedürfnissen. Der eine vorwiegend für Daueraufträge und Lastschriften, der andere ist berufsbedingt auf das bundesweite kostenlose Geldabheben am Geldautomaten angewiesen. Der mittelständische Handwerker braucht sein Firmenkonto beim Filialunternehmen am Ort mit persönlicher Kundenberatung, und der Webdesigner wiederum kommt mit 24/7 Onlinebanking rund um die Uhr bestens klar. Diese Beispiele zeigen, wie vielseitig die Anforderungen an das Girokonto sein können.

Filialbanken und Sparkassen, Direkt- sowie Onlinebanken stehen in einem permanenten Wettbewerb um jeden neuen Kunden. Der hat nicht nur die Qual der Wahl. Er kann auch „kühl und gelassen“ entscheiden, welches Girokonto-Angebot mit Startguthaben ihm am besten passt, und welches umgekehrt am besten zu ihm passt.